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Der nutzlose Baum

Er schaute aus dem Fenster des Kaffees in der Buchhandlung. Unten sah er die Fußgängerzone. Hier wollte er die Zeit vertreiben. Obwohl das nicht mehr so einfach ging. Bücher hatte er dabei. Das gehörte sich einfach so. „Hallo“, hörte er eine weibliche Stimme. Er schaute auf. Die Servicekraft hatte ein weibliches Geschlecht. Ihr Lächeln gab die Oberzahnreihe frei. Am linken Ohrläppchen hing ein tropfenförmiges Ding. „Einen Capucchino“, bestellte er wie immer. Das Lächeln schaltete sich ab. Sie drehte sich um. Seine Augen folgten ihrem Gang zurück zum Tresen. Ihr Arsch zeichnete sich deutlich am Rock ab. Mit höheren Absätzen würde das Fahrgestell viel besser hin und her schwingen. Vielleicht hätte ihn das angemacht. Gemacht hätte er zwar auch nicht mehr als nachgestarrt. Aber das fühlte sich damals besser an. Sein Blick ging hinunter auf die Fußgängerzone. Die Aussicht genoss er nicht. Zwei Kinder liefen zu dem Brunnen gegenüber und spritzten mit dem Wasser. Die Mutter rief sie zurü...

Drei Freunde

Die Kapelle war voll. Immerhin war der Tote Teil der guten Gesellschaft. Pater Johannes erinnerte in der Trauerpredigt an die Lebensleistung des Verschiedenen. So war das immer am besten. Alle Anwesenden konnten sich an einen Abschnitt im Leben erinnern und auch untereinander sich kennenlernen und einsortieren. Die kannten sich ja gar nicht alle untereinander. Später im Kaffee beim Leichenschmaus sollte die Gesellschaft plaudern können. Zum Schluß kam dann der fromme Teil mit der Wiederauferstehung und so weiter. Der Sarg blieb stehen. Die Hinterbliebenen wollten die Grabpflege optimieren und hatte eine Einäscherung bestellt. Die Trauernden sollten, jeder wie er mochte, in der Kapelle Abschied nehmen. Auf diesen Teil hatte sich Pater Johannes gefreut. Es gab Trauergäste, die wegen ihrer Trauer gekommen waren. Dann gab es solche, die zur Familie gehörten und mit mussten, weil sich das so gehörte. Egal, wie sicher sie nach vorne kamen, beim Anblick des Sarges wurden sich alle ihre...